Definition
Es gibt einige unterschiedliche Schwindel-Beschreibungen. Beim Drehschwindel dreht sich die Umgebung um mich herum oder ich habe das Gefühl, etwas dreht sich in mir. Beim Schwankschwindel scheint sich meine Umgebung hin und her zu bewegen oder ich schwanke spürbar und sichtbar, ohne eine gerade Linie gehen zu können. Beim sogenannten Liftschwindel steht die Empfindung, nach oben oder unten gezogen zu werden, im Vordergrund. Bei der Fallneigung überwiegt das Gefühl, nach vorne, nach hinten oder zur Seite zu kippen.
Alle Schwindelformen sind Alarmzeichen
Zum Beispiel können die beiden Augen Abstände nicht gleichmäßig und gleichzeitig wahrnehmen. Die Ohren können nicht gleichzeitig oder gleichmäßig Geräusche wahrnehmen und daraus eine Entfernung ableiten. Die Nervenleitbahnen der Fußsohlen leiten zum Beispiel nur minimal zeitversetzt den Reflex weiter, sodass der jeweils andere Fuß „verspätet“ reagiert. Fühler in der Muskulatur sind so gestört, dass sie immer Sekundenbruchteile zu spät innerviert werden.
Im Vestibulum, dem Zentrum des Gleichgewichtsorgans im Innenohr, können virale Infekte solche Störungen hervorrufen, dass eine genaue Richtungsvorgabe unmöglich wird. Wir haben in der Praxis häufig festgestellt, dass eine auch nur geringfügig fehlerhaft eingestellte Zuckerversorgung den Schwindel hervorrufen kann. Dieser Zuckermangel muss nicht darauf beruhen, dass zu wenig gegessen wurde, sondern dass zu wenig aufgenommen und verwertet wird. Das kann schon an einer gestörten Leberfunktion, an einer Störung der Ohrspeicheldrüse oder an Pilzansiedlungen liegen.
Siehe auch unter Morbus Menière
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