Definition
Was ist das eigentlich? Blutdruck. Bei der Messung des Blutdrucks unterscheidet man zwei Werte: Der systolische misst den Druck, der beim Herzschlag entsteht – also wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und sauerstoffreiches Blut in die Gefäße pumpt. Der diastolische misst den verbleibenden Druck auf die Gefäße, wenn der Herzmuskel nicht pumpt und die Blutwelle schon durchgelaufen ist. Diese Blutwelle wird durch die Pumpfunktion des Herzmuskels erzeugt und in Arterien gedrückt. Dadurch werden die elastischen und muskulösen Wände der Arterien gedehnt. Dieser Dehnungsreiz führt dazu , dass sich diese Muskeln sofort wieder zusammen ziehen. So entsteht eine fortlaufende Welle, die als Windkesselfunktion bezeichnet wird. Da alle Arterien, auch die kleinsten Kapillargefäße, muskulös aufgebaut sind, wird als das Blut durch den ganzen Körper weiterbewegt. Gleichzeitig werden die nebenliegenden Venen durch die Muskulatur der Arterien ebenfalls bewegt. Das in den Venen rückfließende Blut wird also nur mit Hilfe der Arterienmuskeln bewegt. Die Venenklappen verhindern lediglich, dass das rückfließende Blut nicht wieder „nach hinten“ fließt. Das Blut braucht übrigens im Ruhezustand eine Minute, um einmal durch den ganzen Körper zu fließen – bei körperlicher Anstrengung vergehen nur 20 Sekunden.
siehe auch Bluthochdruck
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