Definition
Diese ist eine eher im Säuglingsalter auffallende Erkrankung, die sich durch fehlende nervliche Versorgung der letzten Abschnitte des Darmes bemerkbar macht. Der Ringmuskel des Afters ist so eingeengt, dass eine Defäkation unmöglich wird. Durch die Kotstauung kommt es zwangsläufig zu einer enormen Ausdehnung des Darmes. Das führt dann dazu, dass es zum Meteorismus, einem aufgeblähten Bauch, und zu Erbrechen kommt. Das Erbrochene kann durchaus nach Kot riechen.
Wir sehen in der Praxis, dass in Folge einer Salmonellenvergiftung die gleiche Symptomatik auftreten kann. Salmonellen werden immer nur mit Durchfall, Erbrechen und Fieber beschrieben. Das ist zwar richtig, aber nur teilweise. Denn Salmonellen können auch das Gegenteil von Durchfall hervorrufen. Es kommt zum paradoxen Durchfall, der totalen Verstopfung. In einen so verkrampften After lässt sich nicht einmal ein Klistier schieben, ohne dass es zu Schmerzen und Blutungen kommt.
Milde Formen von Morbus Hirschsprung, eine erbliche Darmkrankheit, können sich oft erst im Vorschulalter durch chronische Verstopfung bemerkbar machen. Blähungen, schlechter Appetit, Erbrechen von grüner Gallenflüssigkeit, geschwollener Bauch, Blutarmut und Gedeihstörungen können weitere Anzeichen der Krankheit sein.
Unsere Erfahrung zeigt, dass manche totale Verstopfungen nicht auf das Fehlen von Nerven bzw. nervaler Versorgung beruhen, sondern dass diese Nerven einfach nur gelähmt sind. Das kann mit homöopathischen Komplexen oder schon durch Chiropraktik behoben werden.
Empfehlung
Ein chiropraktische Behandlung zur Entstauung des unteren Leibes kann Wunder wirken.
Vitafolia Petrol, Tormentilla, Kurasthmin und Exhelmin
Diese vier Arzneimittel 5 x täglich je 10 Globuli einnehmen
Versuchen Sie als Mutter/Vater einige Tropfen Olivenöl in den After zu drücken, damit es dort geschmeidiger wird. Wenn Sie zusätzlich 10 Globuli Kurasthmin zerdrücken und in dieses Öl einrühren und in den After drücken, haben Sie eine zusätzliche Entspannung im After. Nicht verzagen und den Bauch mehrmals täglich im Uhrzeigersinn knetend reiben. Fragen sie auch Osteopathen, Physiotherapeuten und Chiroprakiker um Rat.