Definition

Lästig, aber Realität. Offizielle Ratgeber stufen dieses Thema als normal ein. Frauen kennen mal mehr und mal weniger Ausfluss. Aus der Scheide sondert sich ein eigentlich geruchloses, weißlich-milchiges Sekret ab. Vor allem in der Zyklusmitte tritt der Ausfluss häufig stärker auf. Als Verursacher gelten Nervosität, seelische Belastungen und Stress. In der Schwangerschaft ist die Ausscheidung ebenfalls erhöht. Selbst Mädchen zwischen 5 und 8 Jahren können ein weißliches Sekret bemerken. Immer sind dabei die weiblichen Geschlechtshormone mit im Spiel, allen voran die Östrogene.

Verändert sich die Scheidenflüssigkeit in der Farbe, im Geruch und in der Beschaffenheit, können sich unangenehme Juckkrisen, Brennen oder Schmerzen außen oder innen im Scheidenbereich dazugesellen. Dann ist ihre natürliche Zusammensetzung, das Milieu gestört. Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze haben sich ausgebreitet und führen zur Vaginitis, der Scheidenentzündung. Eine veränderte Scheidensekretion kann auch auf Geschlechtskrankheiten oder auf Krebs hinweisen. Also immer untersuchen lassen!

Die normale Scheidenflüssigkeit hält sich mit Milchsäurebakterien leicht sauer (pH bis 4,5) und schützt sich damit gegen Infektionen. Das ist wichtig, um Krankheitskeime und Pilze abzuwehren. Der Hefepilz Candida albicans ist der bekannteste der Pilze. Er siedelt aber auch nur, wenn er ein Milieu findet, in dem er sich vermehren kann. Das gilt auch für andere Mikroorganismen.  Geschlechtskrankheiten können von der Scheidenflora nicht mehr abgewehrt werden und sollten antibiotisch behandelt werden.

Wir sehen in der Praxis, dass Ausfluss nicht zwangsläufig vorhanden sein muss; dann nämlich, wenn der gesamte Organismus immunologisch im Gleichgewicht steht. Bevor wir spezielle homöopathische Arzneimittel einsetzen, muss geklärt sein, dass keine Geschlechtskrankheit vorliegt, diese dürfen von Heilpraktikern nämlich nicht behandelt werden.

Empfehlung

Vitafolia Myowa, Vitafolia Hormovial, Vitafolia Petrol und Vitafolia Toxana
Akut: 4 x täglich 30 Tropfen/Globuli von allen vier Mitteln

zuerst einmal 4 Wochen lang, dann sollte Besserung eingetreten sein, wenn nicht

Fortdauernd:  wie oben 2 x täglich 50 Tropfen/Globuli

Bei Vorliegen von Pilzen bietet die Arzneimittelindustrie Zäpfchen mit einem antipilzwirksamen Mittel an. Diese sind harmlos und können durchaus eingesetzt werden. Danach aber sollte die Flora wieder mit Aphtosa (Olivenöl und Aphtosa aufs Tampon und einführen

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