Definition
Bei einer Anämie (Blutarmut) mangelt es an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin). Anzeichen dafür sind Blässe, Leistungsminderung, Konzentrationsschwäche und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Die Anämie kann aber auch schwerwiegende Ursachen haben, die unbedingt ärztlich behandelt werden müssen. Es gilt einige Formen der Blutarmut zu unterscheiden.
Eisenmangel-Anämie: Eisen ist ein unverzichtbarer Baustein des Hämoglobins. Eisenmangel kann deshalb eine Anämie verursachen. Meist entsteht der Eisenmangel durch chronische Blutungen, etwa bei Regelblutung oder einem blutenden Magen-Darmdefekt. Der Mangel kann auch auf Nahrungsmangel beruhen oder die Eisenaufnahme im Darm gestört ist. Noch häufiger, aber nur selten nachweisbar ist, dass Parasiten Blut abschöpfen, viel Blut abschöpfen.
Folsäuremangel-Anämie:Folsäure ist unentbehrlich für die Zellteilung und die Blutbildung. Das Vitamin ist in verschiedenen Kohlsorten, Spinat, Spargel und Blattsalat enthalten. Eine entsprechende Mangelernährung kann deshalb eine Folsäuremangel-Anämie verursachen. Auch bei schwerem Alkoholmissbrauch kann sich diese Form von Blutarmut entwickeln.
Vitamin-B12-Mangel-Anämie: Das Vitamin B12 ist unter anderem wichtig für die Zellneubildung und den Stoffwechsel verschiedener Eiweißbausteine. Ein Mangel entsteht meist durch eine gestörte Aufnahme des Vitamins in den Körper, etwa bei chronischer Magenschleimhautentzündung oder Zöliakie.
Perniziöse Anämie: Diese Sonderform der Vitamin-B12-Mangel-Anämie kann etwa durch eine Autoimmunerkrankung, eine Schädigung der Magenschleimhaut, eine Teilentfernung des Magens oder einen Wurmbefall des Darms entstehen. Wrd im Magen weniger vom sogenannten Intrinsic Factor gebildet, der zusammen mit dem Extrinsic-Faktor eine wichtige Rolle bei der Herstellung des Vitamins B12 spielt, ist B12 – Mangel zu erwarten.
Renale Anämie: Diese Form von Blutarmut entsteht dadurch, dass die Nieren aufgrund einer Funktionsschwäche zu wenig Erythropoetin produzieren. Dieses Hormon regt im Knochenmark die Bildung der roten Blutkörperchen an, weshalb ein Mangel zu Blutarmut führt. Virusinfekte, zum Beispiel Corona, führt zu chronischen Nierenschäden, die nur unter großen Anstrengungen wieder korrigiert werden können.
Anämie infolge anderer Erkrankungen: Häufig verkannt werden Anämien, die durch Entzündungen, Virusinfekte, Krebs, Chemotherapien oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden. Chronische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Ursachen von Blutarmut. Sie können unterschiedlich stark in die Blutbildung eingreifen und zu einer kleinzelligen Anämie führen.
Vor allem chronische Krankheitsbilder führen zur Aplastischen Anämie. Hier ist die Bildung aller Blutzellen vermindert. Der Grund ist eine Funktionsstörung des Knochenmarks, die angeboren oder durch Medikamente, Giftstoffe, ionisierende Strahlung oder bestimmte Infektionskrankheiten erworben sein kann.
Thalassämie: Infolge eines genetischen Defekts ist hier die Bildung von Hämoglobin (roter Farbstoff) gestört – und damit auch die Produktion der roten Blutkörperchen. Außerdem sind die gebildeten Erythrozyten verkleinert und haben eine verkürzte Lebensdauer.
Die Behandlung von Anämien ist möglich; es muss aber nach Ursachen gesucht werden. Wir kennen das in unserer Naturheilpraxis.
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